Irland im März

Irland im März – wir besuchen unsere Tochter, Tania und unseren Schwiegersohn, Simon, die in Galway wohnen und arbeiten. Für uns das erste Mal seit über dreissig Jahren, dass wir Irland über Dublin hinaus bereisen. Die positiven Erinnerungen, die wir bewahrt haben, werden nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Nach wie vor ein Land voller Intensität: Die Farben der Landschaft, die erstrahlen, wenn sich die Sonne (meist nur sehr kurz 😊) die Ehre gibt. Die bunten Häuserzeilen in den Dörfern und Städten, die als Kontrast leuchten, wenn sich der Himmel grau präsentiert. Die mystisch anmutenden Zeugnisse frühchristlicher und ritterlicher Architektur, die das «alte Irland» so greifbar machen. Die Spiegelungen der Hügel in den Seen von Connemara oder der intensive und doch angenehme Geruch von Torf, mit dem immer noch in vielen Häusern geheizt wird.


Dann wiederum das wilde Meer und die Winde, die es mit sich bringt. Sie fahren einem durch Mark und Bein. Der Gang in’s warme Pub wird unausweichlich. Äusserst erfreulich ist, dass das irische «Publife» seine herzliche Authentizität bewahrt hat. Wie früher kommen Leute spontan zusammen, um bei ein paar Guinness’ oder Whiskeys zu musizieren. Die Gäste kennen das gesamte Repertoire der «Irish folk tunes» und singen (nie johlen) tatkräftig mit. Im wahrsten Sinne «offenen Mundes» staunend, haben wir dank unseren «Gastro-Connaisseurs» Tania und Simon erfahren, wie herrlich man heutzutage in Irland essen kann. Ein irisches Frühstück (mit black and white pudding – Blut- und Leberwurst) im «Corrib House» in Galway ist ebenso ein Muss, wie der Verzehr einer irischen Fischsuppe und der nicht nur grossen, sondern gleichzeitig auch äusserst feinen irischen Rock Oysters. Zum Schluss ein herzliches Danke an unsere Navigatorin Tania. Sie hat uns sicher, wenn auch manchmal – zum Stirnrunzeln des Fahrers 😊 – über schmalste Bergsträsschen, an die schönsten Orte geführt. Ireland in march – a truely grand experience!